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Meerestiere

Die Gewässer der Cres- Lošinjer Inselgruppe sind von außergewöhn­licher ökologischer Bedeutung, die von verschiedenartigen Meeresorganismen, eingeschloßen auch die bedrohten Tierarten wie die Delphine oder die Meeresschildkröten, bewohnt werden.

Neulich wurden sogar in den benacharten Aquatorien der Insel Pag Mittelmeermönchsrobben (Monachus monachus) gesehen. Diese Robbenart ist die seltenste Tierart in Europa und gehört zu den am meisten bedrohten Tierarten in Europa.

Interessant ist bestimmt auch die Tatsache, daß die ersten wissenschaftlichen Beschrei­bungen dieser Robben erst aufgrund eines an der Küste von Cres gefangenen Tieres gemacht werden konnten. Diese Tiere wurden das letzte Mal vor 30 Jahren hier beobachtet. Den neuen Angaben nach kann man nur hoffen, daß sie auch bald in unseren Gewässsern gesichtet werden.

 

Gliederwürmer

Röhrenwümer / Polychaeta
sedentaria), Pfauenfederwürmer (Sabella pavonia) und andere.

 

Weichtiere

Zu dieser Gruppe gehören mehrere Untergruppen. Die bekanntesten davon sind z. B. Schnecken (Gastropoda), Muscheln (Lamellibrachiata) und Kopffüßler oder Tintenfische (Cephalopoda).

 

Schnecken

Viele Schneckenarten leben im unmittelbaren Küstengebiet, wo Ebbe und Flut einwirken. Einige größere Arten davon sind: Seeohr (Haliotis tuberculata), Napfschnecke (Patella coeruela), Bunte Kreiselschnecke (Gibbula cineraria), Zwergstrand­schnecke (Littorina neritoides), undandere.
Außerdem findet man hier eine sehr seltene Schneckenart, und zwar die Tonnenschnecke (Dolium galea), die größte der Mittelmeerschnecken. Diese Schneckenart verfängt sich oft in den Fischernetzen, die über den Meeresboden gezogen werden. (Schleppnetze).

 

Muscheln

Das Charakteristische bei Muscheln ist, daß sie aus zwei harten, oft asymmetrischen Schalen bestehen, welche die darin lebende Muschel schützen. Die Schalen solcher Muscheln findet man oft an den Stränden oder im sandigen Meeresgrund. Hier einige Arten: Miesmuschel (Mytillus galloprovincialis) Steckmuschel (Pinna squamosa)Pilgermuschel oder große Kammuschel (Pecten jacobeus),
Auster (Ostrea edulis), Dornige Herzmuschel (Cardium echinatum), Seedattel (Lithophaga) .

 

Kopffüßler

Die größte und bekannteste Gruppe der Kopffüßler sind die Tintenfische oderKalimare (Loligo vulgaris), Sepia (Se­pia offinicalis) und gemeiner Seepolyp (Octopus vulgaris). Alle aufgeführten Arten besitzen einen Tintensack, den sie bei Gefahr entleeren und dadurch ihrem Feind entkommen können.
Die Kopffüßler sind eine wertvolle Nahrungsquelle. Zur bevorzugten Sorte gehören natürlich die sogenannten Tintenfische. Auf den Inseln fängt man diese mit dem „Peškafondo", einer besonderen Angel, die speziell dafür geeignet ist. Im Herbst und im Winter ist die Hauptfangzeit für diese Art. In den Spätnachmittagsstunden können Sie dann viele Boote beobachten, die langsam vor sich hertuckernd Tintenfische fangen.

 

Hohltiere

Sie stellen die primitivste Form der vielzelligen Tiere dar. Ihr Körper besteht aus nur zwei Zellschichten.
Vorsicht, falls Sie solche Tiere berühren sollten, können Sie einen stark brennenden Ausschlag bekommen.
Auch wenn nur wenige Arten ein starkes Brennen hervorrufen, so sollten Sie trotzdem vorsichtig sein.
Artenbeispiele:Erdbeerseerose (Actinia equina) Korallentiere (Anthozoa) Leuchtquallen (Pelagia noctiluca).

 

Schwämme

Auch wenn Schwämme wie Pflanzen aussehen, sind sie in Wirklichkeit unbewegliche Tiere.
Das Innere ihres Magenraumes ist mit einer Schicht Geißelzellen ausgekleidet, deren Flimmerschlag Wasser durch die Wandporen ansaugt und wieder abfließen läßt. Es gibt viele unterschiedliche Arten, die verschiedene Größen und Farben haben können. Zu erwähnen wäre der Badeschwamm.

 

Stachelhäuter

Dem Namen nach könnte man meinen, daß alle Vertreter dieser Gruppen Stacheln haben, aber dem ist nicht so.
Denn außer den Seeigeln, die wirklich Stacheln besitzen, haben die meisten keine, z. B. die Seesterne (Asteroidea) und Seegurken (Holothurioidea).
Falls Sie einmal auf einen Seeigel treten, sollten Sie sofort die Stacheln entfernen, da sich sonst die Wunde entzünden kann!

 

Krebstiere

Ungefähr 60 Arten sind in unserem Gebiet bekannt. Die nachfolgenden Arten wei'den Sie eher im Restaurant auf dem Teller serviert bekommen, als im Meer entdecken können: Kronenhummer (Nephropsnorvegicus),
Languste (Palinurus vulgaris), Hummer(Homarusgammarus),Krebse (Asacidae) Wenn Sie beim Tauchen Glück haben,
können Sie Hummer oder Krebse entdecken.

 

Fische

In den Gewässern dieser Inseln sind ungefähr 100 Fischarten erfaßt worden.Im Umkreis von 0 - 20 m Tiefe findet man die meisten Fische. Fast alle Arten sind eßbar. Allerdings gibt es Sorten, die nicht so gut schmecken wie z. B. Schleimfische (Blenniidae), Seenadeln (Synathus) und ähnliche.
Gut eßbare Sorten sind z. B. Wolfsbarsch (Dicentrachus labrax), Zahnbrasse (Dentex dentex), Gemeine Goldbrasse (Sparus aurata), Großer Drachenkopf (Scorpaena scrofa), Schwarzer Schattenfisch (Sciaena umbra), Seeteufel (Lophius). Ebenfalls zu den eßbaren Fischen, den sogenannten Barschfischen, gehören Sardelle (Sardina bilzhardus), Gemeine Makrele (Scomber scombrus), Blasenmakrele (Scomber japonicus), Bonite (Auxis rozhei) und der Gemeine Thunfisch (Thunnus thynus).

Die Inselgewässer sind als gute Fanggebiete bekannt, vor allem für den Sardellenfang. Die meisten Arten der sogenannten Barschfische eignen sich hervorragend zum Konservieren. Aber auch frisch gefangen schmecken sie gegrillt vorzüglich.
Auch die Gruppe der Haifische sollte vollständigkeitshalber nicht vergessen werden: z.B. der Katzenhai (Scyliohinus stelaris), dessen grau­weißer sehr dünner Körper bis zu 1 m lang werden kann und eine tigerähn­liche Struktur aufweist. Er ist für den Menschen genauso ungefährlich wie alle anderen Haifischarten, die in diesen Gewässern vorkommen. Deshalb ist die Angst vor gefährlichen Haien hier auf den Inseln vollkommen unbegründet.

 

Säugetiere

Hier wären zuerst die Delphine zu nennen, die den Menschen wegen ihrer Schönheit,Ausgelassenheit, Kontaktfreudigkeit und Klugheit schon immer fasziniert haben. Außerdem dienen sie den Wissenschaftlern als ein biologischer Anzeiger für den Verschmutzungsgrad ihres Lebensraumes, da sie als Raubfische am Ende einer langen Nahrungskette stehen und während ihres langen Lebens viel Biomasse angesammelt haben. Sinkt ihre Anzahl in der Popu­lation, ist es immer ein Hinweis auf eine Veränderung ihres Lebensraumes, die u.a. der Mensch mit seiner skrupellosen Ausbeutung des Meeres bewirkt. Im Gegensatz zu Küstengewässern einiger Nachbarländer, in denen die Delphine fast gänzlich ausgestorben sind, kehren sie zu den Kvarner Inselgruppen immer wieder zurück. Der große Tümmler (Tursiopis trunkatus), der wie alle Delphinarten kein Fisch, sondern ein Säugetier ist, stellt die größte Art dar, die bei uns vorkommt. Er besitzt einen plumpen Körper von 2,8 - 3,2 m Länge.
Sein Rücken hat eine dunkelgraue Farbe, die an den Seiten heller wird und am vorderen Bauch in weiß übergeht. Die Rückenflosse ist relativ hoch und nach hinten gekrümmt. Jeden einzelnen Delphin kann man an der Art der Narben und Streifen, die sich auf der Rückenflosse als auch auf dem Rücken befinden, erkennen.Außer dem großen Tümmler, dessen bedeutende Population sich ständig in diesen Gebieten aufhält, kann man auch zeitweise eine früher vorkommende Art. den gemeinen Delphin (Delphinusdelphis) beobachten. Seit Jahren werden wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt, die unter anderem die Aufgabe haben, die direkte Verbindung zwischen ihrer Anzahl und dem Zustand des Ökosystems Meer zu beweisen.Bis jetzt sind hier in diesem Gebiet mehr als 150 verschiedene Delphine registriert, die interessanterweise alle einen Namen besitzen. Wenn Sie das Glück haben, einen Delphin zu sehen, dann halten Sie sich bitte an die Regeln, die Sie vom Hafenkapitän erfahren können.

 

Meeresschildkröten

Das Leben der Meeresschildkröten ist noch nicht vollständig erforscht. Sie gehören zu den gefährdetsten Meerestieren, da sie wegen ihres delikaten Fleisches und ihres schmucken Panzers gejagt werden. Außerdem werden ihre Eier für Feinschmecker zu Tausenden gesammelt. Unsere Fischer beobachten häufig, daß sie sich bei ihrer Nahrungssuche nach Kleinfischen, Weichtieren, Schalentieren und ähnlichem in den ausgelegten Fischernetzen verfangen. Eine weitere Gefährdung der Meeresschildkröte liegt in der Erschließung neuer Ferienorte auf ihren gewohnten Eiablageplätzen. Heute leben 7 Arten von Meeresschildkröten, die in die Gruppe der echten Meeresschildkröten oder der Lederschildkröten eingeteilt werden. Die echten Meeresschildkröten haben sich völlig an das Leben im Meer angepaßt. Ihr Rumpf ist von einem Panzer umschlossen, der aus einem gelbbraunen bis braungrünen Rückenteil (Carapax) und einem Buchteil (Pastron) besteht Von den bekannten Arten sind bis jetzt in der Adria die unechte Karettschildkröte (Caretta caretta) und die Suppenschildkröte (Celonia mydas) entdeckt worden. Die siebenstreifige Lederschildkröte (Dermochelyps coriacae) ist die einzige Lederschildkröte, die man in der Adria beobachten kann. Von den erwähnten Gruppen kann man in der Nähe der Insel Susak die Suppenschildkröte und die häufig vorkommende Karettsehildkröte, beide mit einer Länge von 30 cm
bis 1 m, beobachten.