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Triester Bucht

Neben der „Triester Bucht" dringt die Kvarnerbucht am tiefsten in die europäische Küste hinein. In ihrem Hinterland befindet sich die Tür von Postojna (Postojnska Vrata), die als Verbindung vom europäischen Hinter­land zur Adria gilt. Auch das „Tor von Delnice" (DelniĨka vrata) gilt als Verbindung vom Donaugebiet in Richtung Adria. Deshalb war diese Inselgruppe schon immer bedeutend für Handel und Verkehr.

Über die Inseln führte der „Bernsteinweg", auf dem schon in Vorzeiten Händler Bernstein, Gewürze, Seide und andere Dinge von Asien nach Europa transportieirten. In der Antike wurden die Inseln „Apsyrtides Nesoi" (die Inseln von Osor) genannt, weil in früheren Zeiten Apsoros, das heutige Osor, die Hauptstadt dieser Inselgruppe war. Aus der Römerzeit stammt der künstliche Kanal bei Osor, der die Inseln Cres und Lošinj voneinander trennte. Damals war Osor aufgrund der bekannten Segelart ein strategisch wichtiger Handels- und Verkehrsknotenpunkt.

Vom 14. Jahrhundert an übernahm die Stadt „Crepsa", das heutige Cres, die Führung in Handel und Verkehr. Ein wichtiger Grund dafür waren die günstigen Winde (die sogenannten Heckwinde), die den Seefahrern besonders dienten.

In diesen Breiten ändern sich die Windrichtungen sehr oft. Da gibt es südlichen Winde wie z. B. Levant, Jugo, Schirokko, oder die nördlichen, wie Bora, Tramontana, Mistral.

Die antiken Seefahrtslinien führten daher entlang der Küste, und viele der großen und kleinen Buchten boten idealen Schutz vor starken Gewitterstürmen und Unwettern.

Mit dem Bau größerer und moder­nerer Schiffe konnte Mali Lošinj, begünstigt durch seine geographische Lage und der Tiefe seine Hafens, die Führungsposition in der Schiffahrt übernehmen.

Mit der Erfindung der Dampfschif­fahrt und den Anfängen des Tourismus änderte sich die Rolle der Inseln. So entwickelte sich z. B. das einst wichtige Seehandelszentrum Mali Lošinj zu einem beliebten Ferienort.