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Der Gänsegeier

Der Gänsegeier (Gyps fulvus) gehört zu den aasfressenden Greifvögeln, die nie Lebewesen anfallen. Es gibt auf der ganzen Welt kaum Vögel, die mit dieser Größe so gut fliegen können. Die Gänsegeier können 1m lang , 7-9 kg schwer, manche Tiere sogar über 10 kg werden. Manchmal werden sie sogar 50 Jahre alt.

Die Spannweite ihrer Flügel beträgt 2,80m. Sie haben sich gut an ihren Freßgewohnheiten angepaßt: sie besitzen einen starken Schnabel, Kopf und ihr langer Hals ist nur mit Flaum bedeckt. So können sie beim Fressen mit ihrem starken spitzen Schnabel die Haut aufbrechen und mit ihrem langen Hals tief in die Eingeweide hineingelangen ohne sich die Federn zu beschmutzen. Ihre Füße sind zum Gehen geeignet, nicht um das Opfer zu reißen. Ihre langen, breiten Flügel nutzen den Wind, um bei langen Segelstrecken nach weiterer Beute zu suchen. Die Fluggeschwindigkeit beträgt 40km/h, auf Nahflug können sie Spitzengeschwindigkeiten bis zu 120km/h erreichen. Das Aas ist selten und oft in ziemlich unwegsamen

Gelände, deshalb haben sie eine Gemeinschaft gegründet. Sie leben in Kolonien zusammen und bauen auch ihre Nester relativ nah beinander. Sie ruhen sich in Gruppen aus und gehen auch in Gruppen auf Nahrungssuche. Dabei formieren sie sich zu einem sogenannten „Kamm", bei dem jeder Geier von seinem linken und rechten Partner ungefähr 1km entfernt ist, sie kämmen so das Gebiet regelrecht ab. Die Geier haben sehr gute Augen, sie können auf eine Entfernung von 10km immer noch ihre Nahrung erkennen. Sobald einer von ihnen ein verendetes Tier entdeckt hat, beginnt er darüber zu kreisen. Dies ist das Zeichen für die anderen Geier hierher zu kommen. Weil die Geier alle verendeten Tiere fressen, verhindern sie potentielle Erkrankungsketten zwischen den Tieren.

Deshalb ist es nicht verwunderlich. daß dieser wunderschöne Vogel bei den Schaf­hirten immer ein gern gesehener Gast ist.
Die Geier haben immer pro Jahr nur ein Junges, das 5 Jahre braucht um geschlechtsreif zu werden. Der Ruf der Ferne läßt sie 5 Jahre in andere Gebiete ziehen, um anschließend wieder in Ihren Geburtsort zurückkehren, um sich dort einen Partner zu suchen und ein Nest zu bauen. Auf der Insel Cres Reservat" zu erklären und eine Futterstelle einzurichten. Diese soll die Sterberate der Jungvögel, nachdem sie selbständig geworden sind, durch Zufüttern möglichst gering halten.

Die Gänsegeier auf Cres werden regelmäßig von Biologen beobachtet, die Informationen über deren Zahl und die erfolgreiche Brut sammeln. Falls es doch zu einem plötzlichen Abfall ihrer Zahl käme, könnte man schnell reagieren. Im ornithologischen Reservat gibt es außer den Gänsegeiern auch andere seltene oder sogar vor dem Aussterben bedrohte Vogelarten.