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Die geschichtliche Übersicht der Inseln Cres und Lošinj

Die lange und stürmische Geschichte dieser Inseln wurde von vielen Faktoren beeinflußt. Eine wichtige Rolle spielten dabei die geographischen und klimatischen Bedingungen, sowie der politische Einfluß der Umgebung.Die ältesten Spuren der Besiedlung reichen bis in die Steinzeit (Neolithikum) zurück.

Viele Funde, z.B. Werkzeuge aus Knochen oder Keramikstücken, weisen daraufhin. Sie wurden in der Höhle „Velajama", an der Westseite des Berges „Osoršćica", und in den Höhlen „Jami na sredi", die im südlichen Teil der Insel Cres liegen, gefunden.

Als die Ureinwohner ihre Höhlen und Grotten verließen, um im Freien zu leben, mußten sie zum Schutz vor drohenden Gefahren sichere Festungen (runde, kleine aus groben Steinen errichtete Häuser) bauen. Die Träger dieser vorgeschichtlichen Burgwall Kultur waren die Vorindoeuropäischen Mediterraner, später Illyrer, die auch außer Kupfer und Bronze Eisen herstellten und benutzten. Wegen der Vielzahl der Festungen, die man heute noch längs der Insel vorfindet, kann man auf eine damals dichte Besiedlung schließen.

Die Illyrer, genauer der Stamm der Liburner, waren als tüchtige Seefahrer-bekannt. Sie gründeten die ersten Siedlungen Osor und Cres, wobei Osor, wegen seiner günstigen Lage des Hafens, die führende Rolle auf den Inseln einnahm.
In der Zeit der römisch-illyrischen Kriege, im 3. und 2. Jahrhundert v. Chr., machten sich die ersten römischen Einflüsse auf den Inseln bemerkbar. Die totale Herrschaft der Römer über die Inseln begann im 1. Jahrhundert v. Chr. Zu dieser Zeit gewann die römische Stadt Osor als Seehandelszentrum der Adria und Verbindungspunkt einer wichtigen Meeresstraße immer mehr an Bedeutung.

Weitere römische Siedlungen auf den Inseln waren die Orte Bell, Merag, Porozine, Lubenice, Ustrine und Vrana, wobei einige von ihnen möglicherweise schon von den Illyrern gegründet wurden.
Nicht lange nach dem Untergang des Weströmischen Reiches fielen die Inseln Cres und Lošinj unter byzantinische Herrschaft und blieben unter diesem Status für die nächsten Jahrhunderte. Im 6. Jahrhundert wurde Osor zum Bischofssitz der gesamten Inselgruppe Cres-Lošinj erklärt.
Zu Beginn des 7. Jahrhunderts, als der slawische Stamm der Kroaten auf die Inseln vordrang, begann er, das Kernland der Inseln zu besiedeln, um dort Landwirtschaft und Viehzucht zu betreiben.

Im Gegensatz zu den großen und reichen dalmatinischen Küsten-städten blieben Cres und Osor vor der Zerstörung der Kroaten verschont, da sie sich außerhalb der Hauptziele der kroatischen Völkerwanderungbefanden. Das damalige Byzanz hatte im Osten einen sehr mächtigen und gefährlichen Feind: die Araber. Deshalb konnten sich die Kroaten ungestört auf den Inseln verbreiten und bildeten dort bald die größte Volksgruppe.

Im 8. Jahrhundert drängten die Franken unter der Führung von Karl dem Großen vom Westen her in diese Gebiete. 799 kam es zum Krieg zwischen den Kroaten und Franken, der 806 mit einer Niederlage der Kroaten endete. Somit kamen die Inseln zusammen mit Venedig, Istrien und Dalmatien unter die Herrschaft von Karl dem Großen. Schon im Jahre 812 fielen diese Gebiete wieder an das Byzantinische Reich zurück.

 

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