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Die Trockenmauern

Zum natürlichen Inselerbe gehören auch die Trockenmauern. Ihre weite Verbreitung auf den Cres-Lošinjer Inseln kann man besonders gut aus der Vogelperspektive erkennen. Je nach ihrer Funktion gibt es unterschiedliche Formen.
Eine ihrer wichtigen Aufgaben besteht darin, das Auswaschen der Felder durch den Regen zu verhindern, deshalb sind sie terrassenförmig in den Gärten und Olivenhainen angelegt. Diese Anlagen kann man sehr deutlich in der Nähe der Stadt Cres sehen.
Eine weitere Aufgabe ist die Säuberung der Inselerde von Steinen. Gewöhnlich befinden sich diese Steinhaufen (Menjik) in der Mitte der
   
Parzellen oder an einer anderen Stelle der Parzelle, wo der felsige Untergrund keine landwirtschaftliche Nutzung zuließ. So entstanden aus anfänglich kleinen Steinhaufen mit der Zeit meterhohe Steinhügel.
   
Außerdem dienten die Trocken­mauern als Eingrenzung der Parzellen. Bei Verkauf, Teilung und Vererbung der Grundstücke wurden neue Steinmauern eingefügt, um geänderte Besitz­verhältnisse anzuzeigen.
Auf der Ostseite der Insel Cres, zwischen Belej und Orlec, auf fast völlig kahlen Gebieten wurden hohe Mauern gezogen, manchmal höher als ein Mensch, um vor allem die Schafe vor dem schneidenden Wind der kalten Bora zu schützen.
   
Die Trockenmauern wurden über Jahrhunderte hinweg in mühevoller Arbeit aufgebaut. Bitte lassen Sie sie unberührt!